Da etwa die Hälfte aller weltweiten E-Commerce-Verkäufe über Marktplätze abgewickelt werden, ist es nicht verwunderlich, dass das Marktplatzmodell zu einer Schlüsselstrategie für die Steigerung des digitalen Handelsumsatzes geworden ist. Dies wird von Gartner bestätigt, das prognostiziert, dass bis 2023 Unternehmen, die ein Jahr lang Unternehmensmarktplätze betrieben haben, mit einem Anstieg der digitalen Umsätze um mindestens 10 % rechnen können.

Doch trotz des ganzen Trubels haben viele Marken immer noch Schwierigkeiten zu verstehen, wie das Marktplatzmodell, das es Drittanbietern ermöglicht, direkt an Endkunden zu verkaufen, diese finanziellen Vorteile erzielen kann. Werfen wir einen Blick darauf.

 

Erschließung neuer Einnahmequellen

Beim traditionellen eCommerce-Modell verkaufen Einzelhändler ihre Produkte online an Käufer. Der Händler ist für alles verantwortlich - Lagerung, Verpackung, Versand, Zahlungen und Marketing. Die Einnahmen stammen dann aus den Produktverkäufen. Die Umstellung auf ein Marktplatzmodell bietet neue Einnahmemöglichkeiten, wie z. B. Betreiber- und Listinggebühren, Gebühren für die Lead-Generierung, Werbung und Provisionen, die allesamt von Drittanbietern erhoben werden. Der Betreiber ist auch nicht für die Kosten der Lagerhaltung und Logistik verantwortlich. Dank dieser Funktionen können Marktplatzbetreiber eine Verkaufsumgebung verwalten, die mehrere neue Einnahmequellen bietet und gleichzeitig hochgradig skalierbar ist - es gibt keine Begrenzung für die Anzahl der Verkäufer, die aufgenommen werden können.

 

Erhöhter Lebenszeitwert von Kunden und Auftragsvolumen

Die Bindung von Kunden ist ebenso wichtig wie die Gewinnung von Kunden. Schließlich werden die Einnahmen von bestehenden Kunden oft dazu verwendet, neue Kunden zu gewinnen. Ein Marktplatz bietet dem Kunden einen besseren Service, indem er ihm ein breiteres, reichhaltigeres Produktsortiment zur Auswahl stellt. Die erweiterte Produktauswahl trägt auch zu einem Anstieg der Bestellmenge bei und verringert die Wahrscheinlichkeit, dass Produkte nicht mehr vorrätig sind, da es mehr Verkäufer mit eigenem Bestand für bestehende Produktkategorien gibt. Diese Merkmale tragen dazu bei, einen Marktplatz zur ersten Anlaufstelle für die Bedürfnisse der Kunden zu machen und die Ausgaben zu senken, die erforderlich sind, um sie zu erneuten Käufen zu motivieren.

Die Steigerung der Kundenzufriedenheit und -treue führt zu einem höheren Lifetime Value (LTV) - dem Gesamtwert, den ein Kunde im Laufe der Zeit für Ihr Unternehmen generiert. Und natürlich auf lange Sicht zu mehr Umsatz.

Ausweitung der Produkte ohne Gemeinkosten

Für ein herkömmliches eCommerce-Unternehmen ist die Erweiterung des Produktportfolios ein natürlicher Schritt, um den Umsatz zu steigern und die Bedürfnisse verschiedener Kundensegmente zu erfüllen. Doch mit der Anzahl der Produkte steigen auch die Kosten für Bestand, Lagerverwaltung und Logistik. Ein Marktplatz birgt ein geringeres finanzielles Risiko, da er ein Null-Inventar-Modell verfolgt, bei dem keine Investitionen in den Bestand oder die Lagerhaltung und Logistik getätigt werden. Da der Betreiber keine wachsenden Bestände verwalten muss, kann er problemlos eine unbegrenzte Anzahl von Verkäufern und Produkten hinzufügen, ohne auf die herkömmlichen Hindernisse zu stoßen.

 

Nachfrage besser ausgleichen

Ein breit gefächertes Angebot an Waren hilft den Betreibern, Nachfrageschwankungen besser zu überstehen. Bei einigen Produkten kann die Nachfrage zurückgehen, während sie bei anderen ansteigt. Die große Produktvielfalt bedeutet, dass ein Rückgang in einer Produktkategorie mit größerer Wahrscheinlichkeit durch einen Anstieg in einer anderen Kategorie ausgeglichen wird, wodurch sichergestellt wird, dass das gesamte Unternehmen nicht von unvorhersehbaren Marktbewegungen betroffen ist.

 

Der Datenvorteil

Marktplätze generieren eine Vielzahl von Kundendaten. Die Nutzung dieser Echtzeitinformationen und Dateneinblicke kann dazu beitragen, den Betrieb zu verändern, das beste Kundenerlebnis zu bieten und sicherzustellen, dass die Betreiber sichere Entscheidungen treffen können, um künftige Produktinnovationen zu unterstützen.

 

Die entscheidende technologische Grundlage

Für Einzelhändler geht es heute weniger darum, eigene Produkte zu entwickeln und zu verkaufen, sondern vielmehr darum, eine Lösung einzusetzen, mit der sie ihr Marktplatz-Ökosystem einfach verwalten können:

  • Onboarding-Verkäufer
  • Einfuhrerzeugnisse
  • Auftragsinszenierung
  • Zahlungen
  • Provisionsberechnungen, und
  • Unterstützung bei Aktivitäten nach dem Kauf.

 

Die Marketplacer-Plattform wurde entwickelt, um diesen Prozess flexibel zu gestalten. Es ist nicht nur unglaublich schnell, neue Verkäufer einzubinden und ihre Produkte zu importieren, sondern Sie können Ihre Lösung so aufbauen, dass sie zu Ihrem Unternehmen passt. 

Da das Marktplatzmodell weiterhin seinen finanziellen Wert für Betreiber, Drittanbieter und Kunden unter Beweis stellt, ist in den kommenden Jahren mit der Einführung weiterer Marktplätze zu rechnen. Einzelhändler, die das Marktplatzmodell für ihr Geschäft nicht in Betracht ziehen, riskieren, dass es irrelevant wird.